Ein Adventskalender zum Befüllen ist erst einmal leer – und genau das ist sein Vorteil: Du bestimmst, was hinter den 24 Türchen steckt, und kannst ihn je nach Material jedes Jahr neu bestücken. Hier findest du die gängigen Bauformen aus Holz, Stoff, Säckchen und Boxen, einfache Ideen zum Selbermachen und einen Zeitplan bis zum 1. Dezember. Was genau in die Fächer kommt, zeigen dir unsere Ideen zum Adventskalender-Befüllen; weitere Ratgeber für die Adventszeit und andere Anlässe findest du unter Geschenke nach Anlass.
Leere Kalender zum Selbstbefüllen, die du direkt bestellen kannst:
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Welcher leere Adventskalender passt zu dir?
Bevor du dich für ein Modell entscheidest, lohnen drei Fragen: Für wen ist der Kalender, wo soll er stehen oder hängen, und was willst du hineinlegen? Die Bauform entscheidet, wie viel Platz jedes Türchen bietet und ob du den Kalender im nächsten Jahr wieder nutzen kannst.
Holzkalender mit Schubladen oder Türchen
Holzkalender stehen auf Kommode oder Sideboard und halten viele Jahre. Die Fächer sind je nach Modell eher klein – für Schokolade, Schmuck, gefaltete Zettel oder Mini-Figuren reicht es. Wenn du größere Dinge verschenken willst, achte vor dem Kauf auf die Innenmaße.
Häuschen und Adventsdörfer
24 einzelne Häuschen aus Holz oder Pappe ergeben zusammen ein kleines Dorf. Sie sehen auch ohne Inhalt dekorativ aus und lassen sich auf der Fensterbank oder im Regal aufreihen. Papp-Häuschen kannst du bemalen und bei Bedarf günstig ersetzen.
Stoffkalender zum Aufhängen
Wandbehänge mit aufgenähten Taschen sind leicht, bruchsicher und passen gut ins Kinderzimmer. Die Taschen sind meist flach, also eher etwas für Sticker, Karten, Haarschmuck oder kleine Tafeln. Prüfe vor dem Aufhängen, ob Haken oder Nagel das Gewicht tragen, wenn alle Taschen voll sind.
Säckchen und Tüten
Sets aus Stoff-, Jute- oder Papiersäckchen sind die flexibelste Lösung. Du hängst sie an eine Leine oder einen Ast, oder du legst sie zusammen in einen Korb. Stoffsäckchen kannst du jedes Jahr wiederverwenden, Papiertüten lassen sich beschriften und bemalen.
Boxen und Schachteln
Faltschachteln aus Kraftpapier oder feste Boxen bieten am meisten Platz. Sie eignen sich, wenn einzelne Füllungen größer sind, etwa eine Tasse, ein Kartenspiel oder eine Kerze. Gestapelt als Turm oder Pyramide werden sie selbst zur Deko.
Wie groß sollten die Fächer sein?
Ein typischer Fehler beim Adventskalender zum Selbstbefüllen: Der Kalender ist da, und die geplanten Kleinigkeiten passen nicht hinein. Plane deshalb zuerst grob, was hineinsoll, und such dann den passenden Kalender aus.
- Kleine Fächer (Holzschubladen, flache Stofftaschen): Süßes, Gutschein-Zettel, Schmuck, Sticker, Mini-Spielzeug
- Mittlere Fächer (Säckchen, Papiertüten): Socken, Kosmetik-Minis, kleine Bücher, Spielfiguren
- Große Fächer (Boxen, Schachteln): Tassen, Kartenspiele, Kerzen, kleine Bastelsets
Nicht jedes Türchen muss gleich groß sein. Du kannst kleine Fächer mit ein paar großen Boxen mischen, etwa für Nikolaus am 6. Dezember und für den 24. Bei Kalendern für Kleinkinder achtest du zusätzlich darauf, dass Kordeln, Klammern und verschluckbare Kleinteile außer Reichweite bleiben.
Wie kannst du einen Adventskalender selber machen?
Einen Adventskalender zu basteln klappt auch ohne viel Erfahrung. Die meisten Ideen kommen mit Material aus, das du ohnehin zu Hause hast oder günstig im Bastelbedarf bekommst.
Tüten an der Leine
Der Klassiker: 24 Papiertüten, eine Schnur und Wäscheklammern. Du beschriftest oder bestempelst die Tüten, füllst sie und klammerst sie an eine Leine – am Fenster, an der Wand oder quer über dem Regal.
Kalender aus Papprollen
Gesammelte Papprollen von Küchen- oder Toilettenpapier eignen sich gut als Fächer. Ein Ende eindrücken, befüllen, das andere Ende schließen. Die Rollen stellst du aufrecht in eine flache Kiste oder klebst sie zu einer Wabe zusammen und bemalst sie.
Mini-Schubladen aus Streichholzschachteln
Für sehr kleine Füllungen wie Zettel, Ohrringe oder Bonbons beklebst du 24 leere Streichholzschachteln und klebst sie zu einer kleinen Kommode zusammen. Eine Perle oder eine Musterbeutelklammer dient als Griff.
Kalender am Ast
Ein schöner Zweig, an der Wand befestigt oder in eine Vase gestellt, wird mit Säckchen, kleinen Päckchen oder Umschlägen behängt. Das wirkt natürlich und braucht kaum Platz.
Umschläge für Gutscheine und gemeinsame Zeit
Wenn du lieber Zeit als Dinge verschenkst, reichen 24 Briefumschläge mit kleinen Botschaften, Aufgaben oder Gutscheinen. Sie passen in einen Schuhkarton, an eine Pinnwand oder an eine Leine.
Wie bastelst du einen Adventskalender Schritt für Schritt?
Am Beispiel des Tüten-Kalenders, der sich an einem Abend umsetzen lässt:
- Material bereitlegen: 24 Papiertüten, Schnur oder Juteband, 24 Klammern und Zahlen als Sticker, Stempel oder Stift.
- Tüten gestalten: Zahlen aufbringen, nach Lust bemalen oder mit Washi-Tape verzieren.
- Befüllen: Am besten alles auf einmal und in der Reihenfolge der Tage, dann behältst du den Überblick.
- Verschließen: Die Oberkante zweimal umknicken und mit Klammer, Aufkleber oder gelochtem Band schließen.
- Aufhängen: Leine spannen, Tüten anklammern und schwere Tüten möglichst nah an die Befestigungspunkte hängen, damit die Leine nicht durchhängt.
Wie nummerierst du die 24 Türchen?
Auf die Zahlen schauen alle jeden Morgen zuerst – hier lohnt sich ein bisschen Mühe. Dafür gibt es mehrere Wege:
- Zahlenanhänger aus Holz oder Metall: wiederverwendbar, wirken hochwertig, lassen sich an Säckchen und Tüten binden.
- Zahlenaufkleber: schnell und günstig, gut für Papiertüten und Faltschachteln.
- Stempel und Stifte: Handgeschriebene Zahlen wirken persönlich; mit Lack- oder Kreidemarker halten sie auch auf dunklem Papier.
- Anhänger zum Ausdrucken: Vorlage am Computer gestalten, ausdrucken, ausschneiden, lochen.
Hängst du die Zahlen bewusst durcheinander, wird jeder Morgen zum kleinen Suchspiel. Für Kinder, die gerade Zahlen lernen, ist eine geordnete Reihe hilfreicher.
Womit befüllst du den Kalender am besten?
Eine gute Mischung macht den Kalender abwechslungsreich: ein paar Naschereien, kleine praktische Dinge, etwas Selbstgemachtes und ein, zwei Gutscheine für gemeinsame Zeit. Rechne vorher grob durch: Planst du pro Türchen rund 2 € ein, landest du bei knapp 50 € für die Füllung. Günstige Tage gleichen teurere aus.
Wenn du den Adventskalender selber befüllen willst und Ideen für eine bestimmte Person suchst, helfen dir unsere Ratgeber:
- Adventskalender für Kinder befüllen – altersgerechte und nachhaltige Ideen
- Adventskalender für sie befüllen – Ideen für Frauen
- Adventskalender für ihn befüllen – Ideen für Männer
- Ideen zum Adventskalender-Befüllen – die große Sammlung für Kinder und Erwachsene
Wann solltest du den Kalender bestellen und befüllen?
Das erste Türchen wird am 1. Dezember geöffnet – bis dahin muss der Kalender nicht nur da, sondern auch gefüllt sein. Ein grober Zeitplan:
- Bis Anfang November: Kalender aussuchen und bestellen oder Bastelmaterial besorgen. So hast du Puffer, falls eine Lieferung länger dauert oder ein Modell nicht mehr verfügbar ist.
- Bis Mitte November: Füllungen planen und besorgen, eine Liste mit 24 Positionen anlegen.
- Letztes Wochenende im November: befüllen, verschließen, aufhängen. Schokolade und andere empfindliche Dinge kommen zuletzt hinein.
- Abend des 30. November: Kalender aufstellen oder aufhängen, damit am Morgen alles bereit ist.
Bist du spät dran, ist das kein Grund aufzugeben. Ein Tüten- oder Umschlag-Kalender lässt sich an einem Abend basteln, und Gutscheine für gemeinsame Zeit brauchen keine Lieferzeit.
Worauf solltest du vor dem Kauf achten?
Diese Checkliste hilft dir, den passenden leeren Adventskalender auszuwählen:
- Passt die Fachgröße zu dem, was du hineinlegen willst?
- Stehend oder hängend – und hast du dafür den Platz an Kommode, Wand, Fenster oder Tür?
- Hält die Aufhängung das Gewicht, wenn alle 24 Fächer voll sind?
- Soll der Kalender mehrere Jahre halten (Holz, Stoff) oder genügt eine Saison (Papier, Pappe)?
- Sind Zahlen dabei, oder brauchst du extra Anhänger oder Aufkleber?
- Für Kleinkinder: keine losen Kleinteile, Kordeln außer Reichweite.
- Kommt er rechtzeitig, mit genug Zeit zum Befüllen vor dem 1. Dezember?
- Passt das Gesamtbudget aus Kalender und 24 Füllungen?
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Adventskalender zum Befüllen und einem fertigen Adventskalender?
Ein fertiger Adventskalender kommt bereits gefüllt, etwa mit Schokolade, Tee oder Kosmetik, und ist nach dem 24. Dezember aufgebraucht. Ein Adventskalender zum Befüllen ist die leere Hülle: Du bestimmst den Inhalt selbst, kannst ihn genau auf eine Person zuschneiden und je nach Material jedes Jahr wiederverwenden. Dafür brauchst du etwas mehr Zeit für Planung und Einkauf.
Wie viel kostet ein Adventskalender zum Selbstbefüllen?
Das hängt vor allem von Material und Größe ab. Mit Papiertüten oder Faltschachteln kannst du unter 20 € bleiben, Stoffkalender und Säckchen-Sets liegen meist darüber, Holzkalender mit Schubladen sind in der Regel die teuerste Variante. Rechne außerdem die Füllung ein: Bei 24 Türchen summieren sich auch kleine Beträge schnell.
Wie befülle ich einen Adventskalender für Geschwister?
Am einfachsten bekommt jedes Kind einen eigenen Kalender, gern in unterschiedlichen Farben oder mit dem Namen auf den Zahlen. Teilen sich Geschwister einen Kalender, wechseln sie sich täglich ab, oder jedes Türchen enthält zwei gleichwertige Kleinigkeiten. Wichtig ist, dass am Ende alle gleich viel bekommen haben, sonst gibt es vor dem Kalender schnell Streit.
Was mache ich, wenn ein Geschenk nicht in das Türchen passt?
Leg statt des Geschenks einen Hinweis ins Fach, zum Beispiel ein kleines Rätsel oder eine Schatzkarte, die zum Versteck führt. Das macht das Öffnen sogar spannender. Für Nikolaus und den 24. Dezember kannst du auch bewusst eine große Box einplanen oder ein Päckchen neben den Kalender stellen.
Kann ich einen Adventskalender zum Befüllen wiederverwenden?
Ja, vor allem Kalender aus Holz, Filz oder Stoff sind dafür gemacht. Bewahre sie nach Weihnachten trocken und staubgeschützt auf, Säckchen am besten gewaschen und flach gelegt. Auch Zahlenanhänger aus Holz oder Metall halten viele Jahre. Papiertüten und Pappschachteln überstehen eine zweite Saison seltener, lassen sich aber günstig ersetzen.
Wann sollte ich den Adventskalender befüllen?
Gut passt das letzte Wochenende im November. Dann sind alle Füllungen besorgt, und empfindliche Dinge wie Schokolade liegen nicht wochenlang im Kalender. Stell ihn nicht direkt neben die Heizung oder in die pralle Sonne. Wenn Kinder im Haus sind, befüllst du am besten abends und an einem Ort, an dem niemand zufällig vorbeikommt.
Fazit: kaufen, basteln oder beides?
Wenn du einen Kalender für viele Jahre willst, ist ein Holz- oder Stoffmodell die bequemste Wahl. Hast du Spaß am Gestalten oder bist spät dran, bastelst du mit Tüten, Papprollen oder Umschlägen in kurzer Zeit etwas Eigenes. Beides lässt sich auch kombinieren, etwa ein gekauftes Säckchen-Set mit selbst gestalteten Zahlenanhängern. Wichtig ist nur, rechtzeitig anzufangen – dann ist am 1. Dezember alles bereit.
